Werde zum Wandel

Was geschieht gerade weltweit zur Frage, wie wir inneren und äusseren Wandel verbinden können?

In den letzten Jahrzehnten hat sich eine weltweite zivilgesellschaftliche Bewegung in allen Kontinenten gebildet, die im englischen den Namen „civil society“ trägt.
Zu ihr gehören Millionen von Nicht-regierungsorgansiationen (NGO´s), Basisinitiativen und bürgerschaftliche Projekte in allen Teilen der Erde.

Zum Enstehen dieser weltweiten Bewegung sagt Nicanor Perlas (Biobauer, Philosoph und alternativer Nobelpreisträger):
»Im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts haben Millionen Menschen mit je unterschiedlichem Hintergrund direkt Formen von Missbrauch, Ausbeutung und Zerstörung der Erde erfahren. Jetzt aktivieren sie sich mit ihren Mitmenschen, etwas gegen diesen Zerfallsprozess zu tun. Sie engagieren sich positiv in Initiativen und Unterstützungsaktionen, und sie gründen Gruppen außerhalb des politischen Staats und des wirtschaftlichen Markts, um auf lokaler und regionaler Ebene dem Missbrauch entgegenzuwirken«.

Selbstorganisation
Alle diese Organisationen, zu der jetzt auch die weltweit aktive Transition-Town-Bewegung zählt, sind selbstverwaltet, wirken von unten nach oben (»bottom up«) und sind oft auch
global vernetzt. Sie werden von keiner externen globalen Macht gesteuert. Sie engagieren sich mit Hilfe globaler Netzwerkaktivitäten. In dieser Vernetzung ihrer Lebensbedürfnisse
arbeiten sie zusammen, um ihre Themen auch auf globaler Ebene geltend zu machen. Eine wichtige Institution der Zivilgesellschaft ist das 2001 in Porto Alegre in Brasilien
gegründete Weltsozialforum (WSF). Dieses hat sich in einer enorm dynamischen Form entwickelt. Es begann mit einer Initiative von Aktivisten in Brasilien – Arbeiter, Bauern,
Intellektuelle, Indios, auch Befreiungstheologen wie der alternative Nobelpreisträger Chico Whitaker gehörten zu den Initiatoren. Diese Aktivisten sagten: Wir brauchen einen neuen
Ansatz zum Handeln für die Welt, für die Erde, für die Menschen – jenseits von politischen Ritualen und staatlichen Absichtserklärungen.
Das Credo des WSF lautet: »Eine andere Welt ist möglich.« Das radikal Neue daran ist also:
Diese Weltsicht ist nicht mehr primär gegen etwas gerichtet, sondern versteht sich als reale gesellschaftliche Kraft für die Schaffung einer neuen demokratischen, freien und gerechten
Gesellschaft jenseits von Kapitalismus und Kommunismus. Perlas bezeichnet die Zivilgesellschaft als »dritte Kraft« neben Wirtschaft und Staat.

Er sagt:
»Die globale Zivilgesellschaft fordert eine Beteiligung an der Gestaltung der Globalisierung ein. Sie will sie nicht durch Revolution von oben gewaltsam herbeiführen, sondern indem sie
ihre stärkste Kraft einsetzt: die Inspiration und Kraft aus dem Bereich der Kultur.«

 

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