Mai 112014
 

ELD (11.04. – 16.04.14)

Nachdem ich im Frühjahr dieses Jahres die Gelegenheit hatte, das ELD in verschiedenen Städten in der BRD in Kurz-Präsentationen vorzustellen, gab es Ende April ein weiteres Highlight des ELD:

Die erste Intensiv-Woche zum ELD (als Teil von Essencia Level V) in Deutschland!
„Essencia V und ELD- eine intensive und reiche Woche  liegt hinter uns – und sie wirkt weiter in unseren Alltag hinein – jeden Tag. Weggefährten aus verschiedenen Ausbildungsgruppen und Lebenskontexten trafen sich in einem ko-kreativen Raum – voller Freude darüber, einander wieder zu begegnen, anzudocken und weitere Schritte miteinander zu gehen.
Ausgehend von der Erforschung der ersten vier C’s (Consciousness – Concious Relationship – Creative Uniqueness – Caring) haben wir uns gemeinsam dem fünften C genähert, das Feld des ko-kreativen Handelns betreten, erspürt, gestaltet und uns darin tiefer miteinander verbunden. Dabei war es ganz wesentlich, das, was wir bei der Erforschung der ersten vier C’s entdeckt hatten, einzubeziehen, als gelebte Verbindung von Innen und Außen: Insight – Out!

Wie kann ich meiner eigenen Entwicklungslinie, meiner eigenen Lebensspur folgen UND sie in Resonanz mit anderen in einem größeren Zusammenhang wirken lassen – eingestimmt auf das, was sich in diesem Moment in mir entwickeln will und was die Welt in dieser Zeit braucht – eine Einladung in ein lebendiges Leben, in dem wir uns selbst überschreiten können.
Kraftvolle Erforschungsstrukturen haben uns dabei wichtige Fingerzeige geschenkt: Wir sind durch die Dimensionen von äußerem Raum, Gedanken, Gefühlen, körperlichen Prozessen, Energie und Raum geglitten und haben uns jenseits dieser Dimensionen wahrgenommen – ja, es braucht die Präsenz in allen Dimensionen für ein ko-kreatives Handeln in dieser Welt.

Dann…..: konnte sich die Kraft unserer Intuition neu entfalten – und so stellte sich die Frage nach dem individuellen und dem gemeinsamen „Purpose“ meines und unseres Daseins – die Frage nach der Ausrichtung, nach dem Sinn meines Daseins – wofür möchte ich / wollen wir gehen? Was trägt mich und was will ich in die Welt tragen?

Ein neues holonisches Bild von Spiritualität kann so entstehen und jeden Tag in Bezogenheit gelebt werden.
Das in dieser wunderbaren Gruppe zu erLEBEN und zu erforschen, vermittelte uns eine neue Bewusstheit für die Bildung und die Gestaltung von Gruppen.

Anhand seines ELD-Quadranten-Modells machte Michael uns die unterschiedlichen Perspektiven transparent, die wir bei der Gestaltung eines erfüllten und erfüllenden Lebens einnehmen können und die uns in Gruppenbildungsprozessen stärken und unterstützen können. Wir trugen Werte (auch direkt sichtbar am flip-chart) zusammen, die wir in den Räumen/Quadranten von „ICH und DU“, dem „INNEREN WIR“, dem „ÄUSSEREN WIR“ und dem „WIR im GRÖSSEREN“ als essenziell empfinden.

Und wir konnten feststellen, dass es wesentliche Grundwerte gibt, die uns verbinden, wie Achtsamkeit, Wahrhaftigkeit, Vertrauen, Autonomie und Verbundenheit, Sensibilität und Respekt. Es gilt diese Werte sehr deutlich und auch transparent zu machen, wenn Gruppen neu entstehen und sich weiter entwickeln, so, dass sie zu einer tragenden Kraft werden .
Und immer wieder kehrten wir zu der Frage des individuellen „Purpose“ zurück – wie im Prema-Kleingruppen-Feedback (vergleichbar mit der Methode des „Appreciative Enquiry“).Hier spiegelten wir uns gegenseitig die Fähigkeiten, Qualitäten und Talente, die wir in den anderen wahrnehmen – welch eine Ermutigung!

Der Text „Intuition und wildes Denken im essenziellen Raum“ war eine weitere Bestärkung auf dem Weg in den ko-kreativen Gestaltungsraum.

Wie wäre es dem wilden intuitiven Denken Raum zu geben, sich nicht an Argumenten festzubeißen. Ein Schlüsselsatz, der uns alle beflügelte, lautet: „In der Großzügigkeit der leuchtenden Unschärfe tut sich das Tor zur Intuition auf“ (C.Kessler).

In einer Dialogspirale entstand so eine wunderbare WIR-Energie, die wir später durch das Teilen unserer Träume stärkten.
Als besonders kraftvoll erlebten wir auch die Spürreise durch die sieben Ebenen unseres Seins und einen essenziellen Stimmendialog, den wir als gesamte Gruppe gemeinsam gestalteten. Intuitiv konnten wir die Perspektiven des Beschützers, des Großen Herzens, des individuellen Wirkens, des gemeinsamen ko-kreativen Wirkens und die Perspektive des-/derjenigen, der/die mit all dem auf dem Weg ist, einnehmen.

Und von dort ausgehend ließen wir uns intuitiv ausdrücken, was uns im Zusammenhang mit einem „WIR“, das nach außen wirkt, bewegt – welch eine ko-kreative Kraft konnte sich entfalten!

Und so entstand eine „WIR-Schale“, in die wir Gaben, unsere Geschenke füreinander einbringen und aus der wir uns etwas wünschen konnten. Ganz konkret wurde diese Schale zunächst durch eine Klangschale symbolisiert – sie entstand einfach – im „Nebel der Unschärfe“.Es entstanden auch konkrete Ideen des Wirkens nach aussen-so wie etwa, sich an einem Wochenende zu treffen, wo 2 von uns die Gruppe  bekochen, und auch Freunde oder Bekannte dazu eingeladen werden.

Inzwischen ist daraus eine Gruppe auf der INOZI-Seite(www.inozi.net) geworden, ein Raum, der zum Austausch, zum Nähren, Bestärken, Teilen, Nehmen und Geben einlädt und die Projektvorschläge weiter konkretisiert.
DANKE an Michael, der uns am „Work in process“ teilhaben ließ – mit Texten und Konzepten, die in der Entwicklung sind( zusammen mit dem engagierten Team Dennis Heydrich und Günter Bucksteeg, die diesen Prozess in großartiger Weise unterstützt haben).

So konnten wir einen WIR-Bildungsprozess wirklich er-LEBEN – uns einlassen auf die Großzügigkeit der leuchtenden Unschärfe, uns im wilden Denken ausprobieren und eine neue über uns selbst hinauswachsende Kreativität entfalten – so entstand ein WIR, das nach außen wirkt und im Größeren verankert ist.

Und dabei haben wir immer die Verbindung zum Zentrum der vier Quadranten gespürt, zu der Frage „Wer bin ich in meiner Einzigartigkeit?“ – dies ist der essenzielle Raum, von dem aus ich die vier Quadranten betreten kann, der mich nährt, wandelt, mich wachsen lässt: Ich bin mehr als ich zu sein scheine. Diese Qualitäten sind es, die unser Planet braucht, die einen echten, nachhaltigen Wandel bewirken können. Ich freue mich auf die nächsten Schritte einer Reise zu Bewusstseinsweite und Ko-Kreativität und auf die Weiterentwicklung einer gelebten ELD-Praxis. „(bearbeiteter Text von:Christine F.)

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